Oskar Lafontaine sorgt mit seinen Luxusallüren für Aufsehen: Lieber Mallorca als "Bild am Sonntag".
Der ehemalige SPD-Vorsitzende und heutige Spitzenkandidat der Linkspartei.PDS, Oskar Lafontaine, hat mal wieder ein neues Eigentor geschossen: Der Politschwadroneur aus persönlicher Eitelkeit sagte kurzerhand die Teilnahme an einem Leserforum der Zeitung "Bild am Sonntag" ab, weil er sich offenbar nicht zumuten wollte, zu dem Interview-Termin in Stuttgart per regulärem Linienflug von seinem Urlaubsdomizil auf Mallorca anzureisen. Lafontaine forderte für den Hin- und Rückflug stattdessen angeblich einen Privatjet, was der Springer-Verlag allerdings wegen der Kosten von rund 17.500 Euro ablehnte. Offiziell wurde Lafontaines Fernbleiben bei der "Bild am Sonntag" mit dem "zu großen Aufwand für die Fliegerei", so Linkspartei.PDS-Sprecher Hendrik Thalheim, begründet. Hinter vorgehaltener Hand wurden Lafontaines Allüren allerdings sogar in der Linkspartei.PDS als Widerspruch und ungerechtfertiges Bestehen auf Privilegien kritisiert. Auf einen interessanten Nebenaspekt verwies via Bild-Zeitung der PDS-Politiker Helmut Holter: "Wenn das Wahlprogramm der Linkspartei realisiert wird, kann sich Lafontaine solche Luxusurlaube nicht mehr leisten." Ob dieses Zitat nun rein zeitlich oder politisch-praktisch mit Bezug auf das alte Gespenst von der Umverteilung gemeint ist, muss allerdings vorerst noch offen bleiben. So oder so sollten Lafontaine und seine linken Genossen nach dem 18. September lieber im außerparlamentarischen Ruhestand verweilen.

[31.08.2005]